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Die Gürtelrose, auch Herpes zoster genannt, gilt zwar als eigenständige Krankheit, folgt jedoch erst als Zweiterkrankung nach einer Infektion mit dem Windpocken-Virus. Oft liegen zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit Jahre bis Jahrzehnte, sodass die Gürtelrose bei vielen Menschen überraschend zum Vorschein kommt. Woran Sie die Gürtelrose erkennen und was Sie dagegen tun können, möchten wir Ihnen im folgenden Beitrag näher erläutern.  

Gürtelrose erkennen – das sind die Symptome 

Bei der Windpockeninfektion, die bei den meisten Menschen im Kindesalter auftritt, bleiben vereinzelte Viren im Körper erhalten. Nach vielen Jahrzehnten neigen einige dieser Viren dazu, sich spontan zu reaktivieren – mit der Gürtelrose als unmittelbare Folge für den Körper. Die Gürtelrose erhält ihren Namen durch den gürtelförmig angelegten Hautausschlag, der aus Rötungen und Bläschen besteht. In diesen Bläschen sind die Viren enthalten, die auch zum Ausbruch der Gürtelrose geführt haben. Hier ist besondere Vorsicht geboten, denn der Bläscheninhalt der Gürtelrose ist sehr ansteckend. 

Die Gründe, warum die Virenzellen sich im Körper reaktivieren, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Da die Gürtelrose jedoch meist bei Menschen ab 50 mit geschwächtem Immunsystem ausbricht, ist von einer generellen körperlichen Schwäche als Ursache auszugehen. Sollten eigentlich gesunde Personen unter 50 an der Gürtelrose erkranken, gilt es eine umfassende Kontrolle der allgemeinen Gesundheit durchzuführen, um eine internistische Grunderkrankung auszuschließen. Zu den bekanntesten Risikofaktoren gehören neben dem Alter auch UV-Strahlung, Stress, eine verstärkte Medikamenteneinnahme und traumatische Erlebnisse.  

Was Sie gegen die Gürtelrose tun können – Behandlungshinweise und Informationen 

Die Gürtelrose ist inzwischen eine gut therapierbare Krankheit, sofern man mit der Behandlung frühzeitig beginnt. Dabei kommen Medikamente zum Einsatz, die auch bei der Varicella-Zoster-Virus-Infektion (Windpocken) verwendet werden. Meist lässt sich die Gürtelrose schon anhand einer kurzen Untersuchung feststellen, sollte die genaue Krankheit jedoch unklar sein, bietet sich auch ein Labortest an, bei dem Virus-Antikörper nachgewiesen werden können. 

Für die unmittelbaren Hautreizungen, die durch die Gürtelrose ausgelöst werden, verwendet man austrocknende, antiseptische Hautcremes und Lotionen, die auf die betroffenen Körperstellen aufgetragen werden. In einigen Fällen ist auch die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln nötig, um dem konstanten Juckreiz und Brennen auf der Haut den Kampf anzusagen. Damit sich die Viren nicht ungehemmt weitervermehren, werden meist auch virenhemmende Tabletten oder Infusionen verabreicht. Damit diese Therapien Erfolge zeigen können, sollte mit der Behandlung spätestens 2-3 Tage nach dem Ausbruch begonnen werden. Andernfalls könnte es zu Spätfolgen wie die postzosterische Neuralgie (bleibende Nervenschmerzen) und andere Komplikationen kommen. Sollten Sie den Verdacht haben, an Gürtelrose erkrankt zu sein, steht Ihnen das Team von Hautzentrum Berlin natürlich gern zur Seite.

Seit neustem stehen auch Impfstoffe gegen Gürtelrose zur Verfügung ab dem 60. Lebensjahr. Risikopatienten können die Impfung bereits ab dem 50. Lebensjahr wahrnehmen (z.B. Diabetiker, Rheumatiker). Hierzu beraten wir Sie in unserer Hautarztpraxis gerne.