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| Anti-Schwitz-Sprechstunde
Bitte bringen Sie zur Anti-Schwitz-Sprechstunde den ausgefüllten Fragebogen mit. Diesen können Sie hier herunterladen.
Wie bei den meisten Hyperhidroseexperten, ist auch unsere ausführliche Hyperhidrosesprechstunde von ca. 30 min mit Diagnostik und Erstellung eines individuellen Behandlungsplanes eine Leistung für Selbstzahler bzw. Privatversicherte nach der Gebührenordnung für Ärzte.
Hyperhidrose? Mehr als 5 Millionen Menschen in Deutschland leiden an übermäßigem Schwitzen - der so genannten Hyperhidrose. Schweißausbrüche am ganzen Körper, an den Händen oder anderen Bereichen werden als sehr unangenehm empfunden. Viele Betroffene sind sich ihrer Erkrankung gar nicht bewusst oder verschweigen sie auf Grund der störenden Symptome. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, dieses Leiden wirksam zu behandeln.
Wann sollte der Arzt aufgesucht werden? Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Tagesablauf durch das übermäßige Schwitzen gestört und nicht durch ein Übermaß an körperlicher Anstrengung zu begründen ist, wäre es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, so dass er Sie auf eine bestehende Erkrankung untersuchen und ggf. behandeln kann.
Welche Formen der Hyperhidrose gibt es? Was sollte beachtet werden? Grundsätzlich kann die Hyperhidrose in zwei Formen unterschieden werden: die fokale Hyperhidrose und die generalisierte Hyperhidrose. Die fokale Hyperhidrose bezeichnet ein übermäßiges Schwitzen an begrenzten Hautarealen (Hände, Fußsohlen oder Achseln), während die generalisierte Hyperhidrose großflächig, z.B. im Gesicht, im Bereich des Nackens und der Brust, auftritt.
Welche Ursachen hat die Hyperhidrose? Häufig ist die Hyperhidrose Begleiterscheinung einer Grunderkrankung. Dazu zählen Störungen des Hormon- oder Nervensystems (z. B. in den Wechseljahren), Erkrankungen der inneren Organe oder der Psyche. Jedoch gibt es auch Betroffene, die an der so genannten "echten" (genuinen) Hyperhidrosis leiden, deren Ursache nicht bekannt ist.
Wie kann Hyperhidrose behandelt werden? Je nach Schweregrad der Erkrankung können unterschiedliche Behandlungsformen angewendet werden.
Bei einer leicht krankhaften Form des Schwitzen werden aluminiumchloridhaltige Lösungen eingesetzt. Deodorants enthalten auch Aluminiumchlorid, allerdings in so niedriger Konzentration, dass diese zur Behandlung einer erhöhten Schweißproduktion nicht ausreichend ist.
Wenn diese lokalen Maßnahmen keinen erfolg zeigen, kann eine medikamentöse Behandlung, z.B. durch eine orale Gabe von Dragees, mit dem Wirkstoff Methantheliniumbromid, erfolgen. Die Dragees können situativ, z.B. bei gesellschaftlichen bzw. beruflichen Anlässen, sowie dauerhaft (2x1 Dragee täglich) eingesetzt werde.
Die Wirkung setzt nach ca. 20-60 Minuten ein. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Schweißprodukttion hierdurch um bis zu 50% gemindert werden kann.
Eine weitere effektive und sichere Methode ist das Einspritzen von Botulinumtoxin. Botulinumtoxin bewirkt eine Blockade von bestimmten Nervenimpulsen zu den Schweißdrüsen. Eine Behandlung ist ca. 6-12 Monate wirksam.
Wenn die beschriebenen konservativen Verfahren nicht greifen, werden auch operative Maßnahmen in Erwägung gezogen, z.B. die Absaugung der Schweißdrüsen oder die Zerstörung der für die Schweißbildung verantwortlichen Nervenknoten.
Was können Sie als Patient tun ?
Legen Sie wert auf eine ausgewogene kalziumreiche Ernährung in den Wechseljahren, da sich die Knochendichte bei Frauen zwischen 40 und 50 Jahren reduzieren kann. Nutzen Sie das Angebot ausgleichender Aktivitäten oder Sportarten wie Yoga oder Stretching, die auch bei emotionalem, stressbedingtem Schwitzen erleichtern. Verzichten Sie auf schweißtreibende Gewürze, Getränke wie Kaffee, Tee oder Alkohol und auf Nikotin. Atmungsaktive, luftige und nicht übermäßig warme Kleidungsstücke aus Naturfasern ermöglichen eine bessere Schweißaufnahme und -verdunstung als synthetische Fasern. Sprechen Sie mit einem Arzt Ihres Vertrauens über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten der Wechseljahresbeschwerden unter anderem Hitzewallungen oder Schweißausbrüche. Nutzen Sie Selbsthilfegruppen und Informationsquellen wie das Internet oder thematisch passende Zeitschriften.
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