Heller Hautkrebs - Sonnenanbeter Aufgepasst !

BERLIN – In den Sommermonaten und vor allem in ihrem Urlaub sind viele  den ganzen Tag im Freien. Das, warnen Experten, ist jedoch gar nicht gut für die Haut. Sie befürchten weiter steigende Zahlen von Hautkrebs und raten zu einem sorgfältigen Sonnenschutz. In der Behandlung von Hautkrebs gibt es jedoch Fortschritte. Oberflächliche Basalzellkarzinome – eine Form des Hellen Hautkrebses – können von einer Creme mit dem Wirkstoff Imiquimod narbenfrei zum Abheilen gebracht werden – ganz ohne schmerzhafte Operation.

„Wir freuen uns alle über das schöne Sommerwetter„, sagt Prof. Dr. Eggert Stockfleth vom Haut Tumor Centrum der Charité (HTCC), „aber dabei sollten wir nicht die Gesundheit aus den Augen verlieren. So kann z.B. die intensive Sonneneinstrahlung besonders belastend sein. Wer sich zu lange ungeschützt dem Sonnenlicht aussetzt, erhöht sein Hautkrebsrisiko dramatisch.„

Für 2006 rechnen die Experten mit 200.000 neuen Fällen von Hellem Hautkrebs allein in Deutschland. In Deutschland sind jedes Jahr etwa 150.000 Erkrankungen allein beim weltweit häufigsten Hautkrebs, dem Basalzellkarzinom, zu verzeichnen. Betroffen sind vor allem die so genannten Sonnenterassen wie Schädel, Nase, Ohren, Hände oder Unterarme. Das oberflächliche Basalzellkarzinom macht sich als dünne, verfärbte Hautstelle bemerkbar, die oft über Jahre wächst, ohne Beschwerden zu verursachen.

Unbehandelt führt es zu schweren Gewebeschäden. In den meisten Fällen wird der Krebs operativ entfernt, eine mitunter schmerzhafte Prozedur. Eine gute Alternative ist dagegen die Behandlung mit dem Wirkstoff Imiquimod. Mit dieser Creme gelingt es, das oberflächliche Basalzellkarzinom narbenfrei zum Abheilen zu bringen – ohne schmerzhafte Operation.

Werden die Patienten fünfmal wöchentlich über sechs Wochen mit der Imiquimod-Creme behandelt, sind bei bis zu 90 Prozent der Patienten keine Krebszellen mehr sichtbar. Während der Behandlung ruft die Creme eine lokale Entzündungsreaktion hervor, die sich als Hautrötung bemerkbar macht. Diese ist jedoch beabsichtigt und ein wichtiges Indiz dafür, dass die Therapie wirkt; sie klingt bereits im Laufe der Behandlung wieder ab.

Damit es erst gar nicht zu Hautkrebs kommt, sollte man sich vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen. Dabei gilt: Eine Kopfbedeckung ist Pflicht; ebenso Kleidung, die alle gefährdeten Hautflächen bedeckt. Man sollte sich schon morgens mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor einreiben, dies mehrmals täglich wiederholen und dennoch möglichst viel Zeit im Schatten verbringen.

 




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