Aknetherapie...wenn Pickel und Pusteln blühen

Die „ekligen„ Pickel und Pusteln haben schon wieder eine Verabredung platzen lassen? Beim Bewerbungsgespräch hat das „Pickelgesicht„ bestimmt keinen guten Eindruck hinterlassen? Frust bei jedem Blick in den Spiegel? Eine unkomplizierte Behandlung der Akne empfiehlt Dr. Raul Yaguboglu, Hautarzt in Pommelsbrunn/Hohenstadt bei Nürnberg.

Akne lässt sich heute mit äußerlichen Therapeutika wirksam bekämpfen. „Gute Erfahrungen machen wir in unserer Hautarztpraxis mit Azelainsäure„, berichtet Yaguboglu. Der Wirkstoff greift sehr effektiv an mehreren Ansatzpunkten in die Entstehung der Akne ein.

Der üblichen Akne liegen normale hormonelle Veränderungen während der Pubertät zugrunde, die an der Haut zu krankheitsverursachenden Mechanismen führen können: Die Talgproduktion wird angekurbelt, eine typische fettglänzende Seborrhoe entwickelt sich. Gleichzeitig kommt es zu einer Hyperkeratose, einer Verhornungsstörung in Talgdrüsenausführungsgängen. Hier bildet sich ein Pfropf aus Talg und Hornzellen, Mitesser - offene schwarze oder geschlossene weiße Komedonen - entstehen. In den verstopften Talgdrüsengängen können sich Keime besonders gut vermehren. Vor allem Propioni-Bakterien tragen dazu bei, dass sich entzündliche Knötchen und eitrige Pusteln bilden. Nach deren Abheilung bleiben manchmal unschöne Narben zurück.

„Azelainsäure bremst die Hyperkeratose und wirkt damit antikomedogen„, erklärt Yaguboglu. Das bedeutet: Die übermäßige Bildung von Hornzellen wird gehemmt und somit bereits der Entstehung von Mitessern und „Pickeln„ vorgebeugt. Darüber hinaus wirkt Azelainsäure antimikrobiell und antientzündlich: „Bei konsequenter Anwendung bilden sich Entzündungen, das heißt Pusteln und Papeln, gut zurück„, berichtet Yaguboglu. Der Hautarzt konnte darüber hinaus beobachten, dass sich auch dunkle Pigmentierungen, die manchmal nach Entzündungen auftreten, unter der Azelainsäure bessern.

Oft sei eine Langzeittherapie erforderlich, um den Behandlungserfolg zu erhalten. „Die Azelainsäure eignet sich hierfür sehr gut„, betont Yaguboglu. Allerdings ist viel Geduld der jungen Patienten gefordert. „Im Alltag besonders wichtig ist daher die unkomplizierte Anwendung der Azelainsäure„, erklärt der Dermatologe: Für jeden Hauttyp gibt es die richtige Zubereitung – für fettige bis normale Haut eignet sich eher das Hydrogel, für normale bis trockene Haut eher die Creme.

Die Präparate sind transparent und können problemlos mit Kosmetika kombiniert werden. Die Azelainsäure ist ausgezeichnet verträglich, nur anfänglich kann es hin und wieder zu vorübergehendem Brennen kommen.

Weitere Vorteile gegenüber anderen Akne-Therapeutika wie Retinoiden oder Antibiotika: „Azelainsäure macht die Haut nicht sonnenempfindlich, außerdem sind keine Resistenzentwicklungen gegenüber Propioni-Bakterien zu befürchten.„ Auch Frauen im gebärfähigen Alter können unbesorgt sein: Eine Schädigung des Nachwuchses durch Azelainsäure ist nicht bekannt.

Wenn sich schwere Verlaufsformen der Akne nicht mit äußerlichen Präparaten beherrschen lassen, verordnet Yaguboglu Medikamente zum Einnehmen. UV-Licht sei heute keine Behandlungsoption mehr, erklärte der Akne-Experte. In hartnäckigen Fällen könne aber zusätzlich eine Blaulicht-Therapie wirksam  werden.

Hautarzt-Tipps

Vorsicht Narben

• An Mitessern und „Pickeln„ nicht herumdrücken! Das verschlimmert den Hautzustand und kann zu unschönen Narben führen.

• Eine professionelle Ausreinigung durch eine geschulte Kosmetikerin kann die dermatologische Therapie wirksam unterstützen. Wohltuend können auch Akne-Rundum-Angebote sein.




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