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Viele Menschen verlieren mit dem Alter ihre Haare: Von der so genannten Androgenetischen Alopezie sind 80 Prozent aller Männer über 70 betroffen. Kommt es bei jüngeren Menschen zum Haarverlust, sind die Ursachen jedoch komplexer. Die Diagnose lautet dann häufig: „diffuser“ Haarausfall. Wodurch wird dieser verursacht?

Verschiedene Varianten des Haarausfalls

Um den diffusen Typ zu charakterisieren, seien zunächst die beiden anderen Varianten des Haarverlustes charakterisiert:

  • Kreisrunder H. (Alopecia Areata): Stellen, an denen normalerweise Haare wachsen, sind auf einmal kahl. Als mögliche Ursache gelten Autoimmunstörungen; die Haare wachsen binnen weniger Monate nach.
  • Altersbedingter H. (Alopecia Androgenetica): Insbesondere bei Männern wird das Haar mit zunehmendem Lebensalter dünner. Der Grund: Haarwurzeln sind gegenüber dem männlichen Geschlechtshormon besonders empfindlich.
Diffuser Haarausfall: viele Ursachen

Beim diffusen Haarausfall kommen verschiedene Ursachen in Frage. Es ist deshalb Aufgabe des behandelnden Hautarztes, die individuellen Gründe zu identifizieren, um entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

  • Sowohl Schilddrüsenüberfunktionen als auch Schilddrüsenunterfunktionen können zum diffusen Haarausfall führen. Die Überfunktion äußert sich zumeist zusätzlich in Wärmeempfindlichkeit und Gereiztheit, während es im Zuge einer Unterfunktion zu Antriebslosigkeit und trockener Haut kommt.
  • Patienten mit diffusem Haarausfall leiden häufig auch an Eisenmangel; ob es einen ursächlichen Zusammenhang gibt, ist aber noch nicht geklärt. Als möglicher Grund für Eisenmangel gilt eine unzureichende Ernährung.
  • Schwangerschaft: Häufig verlieren junge Mütter nach der Geburt überdurchschnittlich viele Haare. Das hat mit der hormonellen Umstellung zu tun. Der Hormonhaushalt normalisiert sich aber normalerweise nach einiger Zeit wieder.
  • Chemotherapie: Im Zuge einer Krebsbehandlung fallen vielen Menschen nicht nur Haare, sondern auch die Augenbrauen und die Wimpern aus. Nach Beendigung der Therapie wachsen jedoch bei den meisten Patienten sämtliche Haare wieder nach.
  • Auch verschiedene Hauterkrankungen können zu Haarausfall führen – zum Beispiel Pilz- und Bakterieninfektionen, Schuppenflechten, Ekzeme usw.
  • Stress: Mittlerweile ist erwiesen, dass Phasen einer hohen psychischen Belastung zu Haarausfall führen können. Hier gilt es, den Stress bewusst abzubauen.
Ihre Ansprechpartner bei Haarausfall

Haarausfall – was tun? Am besten, Sie wenden sich an Ihren Hautarzt in Berlin. Wir prüfen, um welche Haarausfallvariante es sich bei Ihnen handelt, und schlagen entsprechende Therapiemöglichkeiten vor. Für einen Termin in unserer Sprechstunde nehmen Sie gerne Kontakt mit unserem Praxisteam auf.